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Psychotherapie mit dem Schwerpunkt Bindungstrauma & Entwicklungstrauma

  • Autorenbild: Corinna Hämmerle
    Corinna Hämmerle
  • vor 1 Tag
  • 3 Min. Lesezeit


Wenn wir das Wort „Trauma“ hören, denken viele von uns zuerst an dramatische Einzelereignisse: Unfälle, Naturkatastrophen oder die psychischen Wunden durch Erfahrungen aus dem Krieg.


Diese Sichtweise hat historische Gründe. Als die Forschung zu Traumafolgestörungen – vor allem in den 1990er Jahren – begann, stand das sogenannte Schocktrauma im Vordergrund. Doch unser Verständnis davon, was ein Trauma ist und wie es entsteht, hat sich seither tiefgreifend weiterentwickelt. Heute wissen wir: Trauma bedeutet übersetzt schlicht „Verletzung“ oder „Wunde“. Und Wunden können auf sehr unterschiedliche Weise entstehen.


Mein therapeutischer Schwerpunkt liegt auf der Begleitung von Menschen, die unter den Folgen von innerfamiliärem Trauma und Bindungstrauma bzw. Entwicklungstrauma leiden.


Was ist ein innerfamiliäres Trauma?

Ein innerfamiliäres Trauma entsteht dort, wo wir eigentlich am sichersten sein sollten: in unserer Herkunftsfamilie. Es beschreibt die Erfahrung von Kindern, die in einem Umfeld aufwachsen, das emotional keinen echten Bezug zu ihnen herstellen kann.

Dies geschieht oft, weil unsere primären Bezugspersonen mit sich selbst beschäftigt, chronisch überfordert oder psychisch belastet sind – oder im durch aktive Gewalt (körperlich oder seelisch) an Kindern.

Als Kinder fühlen wir uns durch solche Erfahrungen oft ungesehen oder nicht richtig wahrgenommen. Es gab niemanden, der uns in unserer Not, in unseren Freunden oder Verunsicherungen wirklich wahrnehmen konnte. Niemanden, zu dem wir gehen konnten, wenn wir psychisch oder körperlich verletzt wurden oder uns in dem unterstützt und bestärkt hat, in dem wir uns sicher und wohl fühlen. Dies führt als Kind häufig zu einer existenziellen Einsamkeitserfahrungen und unterscheidet sich in der Ursache grundlegend von einem allgemein bekannten Schocktrauma – und hinterlässt dennoch ebenso tiefe Spuren in der Psyche.


Was ist ein Bindungstrauma bzw. Entwicklungstrauma? Die Wunden des Mangels

Um eine stabile psychische Grundstruktur entwickeln zu können, brauchen wir als Kinder vor allem eines: Sicherheit. Wir benötigen Erwachsene, die uns trösten, die feinfühlig auf unsere Bedürfnisse reagieren und die für uns da sind, wenn wir Schutz suchen. Das ist das Fundament für eine sichere Bindung.

Beim Entwicklungstrauma (oft auch als Bindungstrauma bezeichnet) unterscheiden wir zwei Arten von Verletzungen:


  • Die sichtbaren Wunden: Hierunter fällt aktive innerfamiliäre Gewalt. Diese Art von Trauma ist offensichtlicher, es ist etwas da, was nicht da sein sollte – nämliche Sichtbare und aktive Verletzungen.

  • Die unsichtbaren Wunden: Wenn Erwachsene so sehr mit sich selbst beschäftigt sind, dass sie kein Auge und kein Ohr für uns als Kinder haben, entsteht ein schwerer Mangel. Es fehlt etwas, das da sein sollte – nämlich Resonanz, Halt und emotionale Verfügbarkeit.


Diese Mangelerfahrungen sind unsichtbare Verletzungen. Wir sehen sie oft lange Zeit von außen nicht und oft zweifeln Betroffene deshalb lange an Schmerz und Leid. Doch das Fehlen von emotionaler Sicherheit in den prägenden Jahren hat tiefgreifende, langjährige Auswirkungen auf unser Nervensystem, unser Selbstwertgefühl und unsere Beziehungsfähigkeit im Erwachsenenalter.

Häufig sind wir erst im späteren Alter in der Lage, darüber zu reflektieren, welches Klima eigentlich in unserer Familie vorherrschte und welche Folgen das hat.


Wenn Sie an diesem Punkt angekommen sind und die Dynamiken Ihrer Vergangenheit besser verstehen möchten, unterstütze ich Sie gerne in diesem Prozess. In meiner Praxis biete ich Ihnen einen verlässlichen und geschützten Raum, um die prägenden Erfahrungen Ihrer Kindheit einzuordnen, Ihr Nervensystem zu entlasten, neuen oder schon lange vorhanden Ideen nachzugehen und umzusetzen, Beziehungsdynamiken zu ergründen, belastende Symptome zu lindern und Veränderungen in Ihrem Leben anzuregen.


Um herauszufinden, ob mein Angebot zu Ihnen und Ihren Bedürfnissen passt, lade ich Sie herzlich zu einem kostenlosen, 15-minütigen Erstgespräch ein. Die Begleitung kann dabei ganz flexibel entweder in Präsenz in meiner Praxis in Berlin oder online per Videosprechstunde stattfinden.

Schreiben Sie mir für eine Terminvereinbarung gerne eine E-Mail unter haemmerle.corinna@gmail.com.

 

 

 
 
 

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